Fussball

Zwei Favoritenkreise: Mit diesen Teams ist heuer zu rechnen

Der Blick auf das Teilnehmerfeld der Liga lässt erahnen, wie attraktiv und spannend die 2. Klasse Mitte in der ab Mitte August beginnenden Saison besetzt sein wird. Da wären einerseits die drei Absteiger aus der 1. Klasse, die allesamt keine „Brösel“ sind, hinzu kommen gefühlt immer noch stärker werdende Top-Teams des Vorjahres wie St. Martin und Stahl Linz. Auch sollte man die jungen Wilden aus Babenberg nicht vergessen.

Ein absoluter Top-Favorit ist dabei nur schwer auszumachen. Gräbt man ein wenig unter der Oberfläche, so sind es viel eher unterschiedliche Schichten bzw. Ebenen von Anwärtern, die zutage treten.

Ebene 1: Die Favoriten im engeren Sinn

Der aus meiner Sicht wohl heißeste Anwärter auf den Titel ist der Zweitplatzierte der Vorsaison, ATSV St. Martin. Die Elf aus Traun scheiterte in der Relegation, hart formuliert, nur an sich selbst beziehungsweise an den eigenen Nerven. Die Aktivitäten am Transfermarkt waren äußerst rege, darunter liest man wirklich interessante Namen. Auf der Trainerbank darf man, wir haben im Blog ausführlich berichtet, zudem auf „Meistermacher“ Gerhard Mittermayr zählen.

Ganz stark schätze ich auch den SV Steyregg ein, einen absolut gefestigten Verein, der mit der 2. Klasse unter normalen Umständen absolut nichts zu schaffen hat. Am Ende einer durchwachsenen Saison, in der man trotzdem rund einen Punkt pro Spiel holte, musste man in einer starken 1. Klasse Nord-Ost in die Abstiegsrelegation, in welcher man an ASKÖ Perg/Windhaag scheiterte.

Wie jede Saison muss man auch heuer den FC Stahl Linz auf dem Zettel haben. Die Elf von Langzeit-Coach Endrico Schmoll stellt auch heuer wieder eine interessante Mischung dar, das starke Saison-Finish war zuletzt ein gewaltiger Fingerzeig. Bringt man die Leistung konstant und eine ganze Spielzeit lang auf den Platz, so wird man ein gewichtiges Wort in der Titelentscheidung mitreden.

Ebene 2: Die Favoriten im weiteren Sinn

Nicht zum engsten Kreis, aber doch als Titel- beziehungsweise Aufstiegsaspiranten, würde ich die anderen beiden Absteiger, TSV Ottensheim und Union Puchenau, sehen. Wenn Puchenau an der 2. Mitte teilnimmt, ist man stets als Favorit zu qualifizieren, wenngleich das Form- und Stärkebarometer für mein Empfinden in den letzten Jahren etwas nach unten gegangen ist. Ottensheim ist ein schlafender Riese, der zuletzt aber ordentlich wankte, von der Bezirksliga durchrasselte. Es könnte eine Weile dauern, bis man wieder in die Erfolgsspur findet, die 2. Klasse Mitte ist in ihrer aktuellen Verfassung mitnichten als gemütliches Reha-Becken zu sehen.

Ottensheim ist für mich daher eine absolute Wundertüte. Qualität dürfte vorhanden sein, es wird jedoch auf viele Faktoren ankommen, ähnlich wie bei Puchenau, die ich ebenso nicht im ganz engen Kreis sehe.

Wie eingangs erwähnt, verdient sich auch die Union Babenberg an dieser Stelle eine Notiz. Die Sejdic-Elf hat sich im letzten Jahr wirklich toll entwickelt, war in den Spitzenspielen eine absolute Messlatte. Im Gesamt-Verein passt auch das Gefüge, man wirkt wie eine Familie. Es ist davon auszugehen, dass die Jungen heuer erneut einen Schritt nach vorne machen werden, wenn es in diesem für eine achte Liga fast schon abnormalen Kontext für einen Platz unter den besten Zwei reicht, würde dies aber einer absoluten Sensation gleichkommen.

Wer für mich heuer kein Favorit ist

Ich lasse mich gerne täuschen, für mich zählt der SV Urfahr heuer aber nicht zum erlauchten Kreis der Favoriten. Zwar ist die neue Konstellation eine spannende und wird das Ziel von Neo-Coach Marinkovic, bis zum Winter in der oberen Tabellenhälfte zu stehen, garantiert erreicht werden – die oben genannten Top-Teams gleich reihenweise auszustechen ist dann aber doch noch eine ganz andere Aufgabe. Trotz allem bleiben die Mannen vom Donauufer meines Erachtens ein Spitzenteam der Liga. Auch auf die nicht genannten Teams darf man sich schon freuen und auch hoffen, dass die eine oder andere Überraschung dabei ist, zum Kreis der Titel- beziehungsweise Aufstiegsanwärter zähle ich Westbahn, Ebelsberg, Franckviertel sowie die 1b-Teams von Donau Linz, Admira Linz und St. Magdalena jedoch nicht.

Meistertipp der Redaktion

Um sich einer möglichen Blamage nicht zu verschließen, gibt es heuer auch einen Meistertipp. Ich denke, dass der ATSV St. Martin das Rennen machen wird, den Relegationsplatz holt sich nach einem zähen Ringen mit dem SV Steyregg der FC Stahl Linz. Die beiden anderen Absteiger und Babenberg komplettieren das Spitzenfeld, das bis zum Schluss in Schlagdistanz bleibt. Wie denkt ihr darüber? Wir freuen uns über eure Meinungen in der Kommentarspalte (Bitte um Geduld, die manuelle Freischaltung dauert in der Regel etwas).

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