Fussball

SV Franckviertel will Leistungssteigerung in Punkte ummünzen

Mit neun Punkten beendete der SV Franckviertel die abgelaufene Spielzeit der 2. Klasse Mitte erneut auf dem letzten Tabellenplatz. Unübersehbar war dabei der sportliche Aufwärtstrend. Man spielte in vielen Partien gefällig mit, konnte diese Leistungen jedoch allzu oft nicht in Zählbares ummünzen. Eine Steigerung kann man immerhin beim Torverhältnis ausmachen, anstatt einer Tordifferenz von minus 89 im Jahr zuvor kam man zuletzt immerhin auf minus 40. Besonders auffällig konnte man sich defensiv steigern, so wurden im Vergleich zur Vorsaison sage und schreibe 40 Gegentreffer weniger erhalten, Tore konnte man immerhin um sieben mehr erzielen.

„Die Liga ist auf jeden Fall stärker geworden“

Dieser Trend bleibt auch vereinsintern nicht verborgen: „Wir waren im Vergleich zu den letzten Jahren in jedem Spiel konkurrenzfähig, haben aber teilweise aufgrund mangelnden Spielglücks sowie knappem Kader aufgrund von Verletzungen die Punkte trotzdem nicht gemacht. Dennoch sieht man im ersten Jahr unter unserem Trainer Enrico Hoflehner die sportliche Weiterentwicklung“, sagt Edvin Aliu, der sportliche Leiter der Linzer.

In der Neuzusammenstellung der Liga sieht man sowohl Vor- als auch Nachteile. „Wir haben nur noch Heimspiele, von den Distanzen betrachtet, ist das eine sehr attraktive Liga“, so Aliu, der jedoch auch weiß, dass mit Oftering, Alkoven, Pasching und Kirchberg-Thening Gegner wegfielen, denen man oft enge Spiele liefern konnte. Auch schätzt der junge Funktionär die drei Absteiger aus Ottensheim, Steyregg und Puchenau stark ein. „Als Absteiger willst du normal wieder rauf oder zumindest eine gute Saison spielen. Die Liga ist auf jeden Fall stärker geworden.“

Vielversprechende Kader-Auffrischung

Auf dem Tranfermarkt gab es im Franckviertel bereits Bewegung, so werden Fatijan Murturi und Illmann Muzrajev den Verein Richtung FC Stahl Linz verlassen, umgekehrt kommt von den Blau-Weißen Mustafi Serdal. Große Hoffnungen setzt man in Sercan Serbest, der zuletzt bei der Union Pucking kickte. „Auch haben wir ein paar internationale Neuanmeldungen, bei denen wir wissen, dass sie Kampfmannschaft spielen können“, verrät der sportliche Leiter.

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Die Frage nach den Zielen für die kommende Spielzeit beantwortet Aliu wie folgt: „Das definierte Ziel ist auf jeden Fall ein Platz weit weg vom letzten. Natürlich ist die Liga schwierig einzuschätzen, es gibt auch zwei neue 1b-Mannschaften. Wir wollen auf jeden Fall vom letzten Platz weg, je weiter oben, desto besser. Ich kann jetzt aber nicht sagen, wir wollen ins Mittelfeld, zumal die Liga relativ stark durchgemischt wurde.“

Für den SV Franckviertel wäre das Abgeben der Roten Laterne aufgrund der stetigen Präsenz am Tabellenende in den letzten Jahren jedenfalls ein großer, wenn nicht historischer Erfolg. Unrealistisch ist dieses Vorhaben jedoch nicht, wie die von uns aufbereiteten Zahlen und Fakten der Vorsaison zeigen. Es ist jedenfalls zu erwarten, dass die Linzer in der kommenden Spielzeit einen weiteren Schritt nach vorne machen werden. Je nach Stärke der Konkurrenz könnte dieser auch mit einem Platzierungsgewinn verbunden sein.

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