Oberösterreich

Steyregg: Widersprüchliche Angaben rund um Vorgänge bei Löscharbeiten in Flüchtlingsunterkunft

Rund um einen Löscheinsatz zweier Feuerwehren in Steyregg wurden unterschiedliche Angaben publik. Die Angaben auf der Homepage der FF Steyregg, die am Donnerstagvormittag im Internet viral gingen, werden durch eine jüngst veröffentlichte Presseerklärung der Landespolizeidirektion nur teilweise bestätigt.

Am Mittwochabend wurden die Freiwilligen Feuerwehren Steyregg und Lachstatt zu einem Brandmeldealarm im Co-Hotel in Steyregg alarmiert, in welchem Flüchtlinge untergebracht sind. Wie die Steyregger Florianijünger auf ihrer Website berichten, habe man sich “aufgrund der vorangegangenen Einsätze und der damit verbundenen Ereignisse” entschieden, in Zugsstärke und gemeinsam auszurücken.

Feuerwehr gibt an, attackiert worden zu sein

Laut dem Einsatzbericht der Steyregger Feuerwehr sei vor Ort ersichtlich gewesen, dass ein Abfallcontainer in Vollbrand stand und die Bewohner der Asylunterkunft um den Brandherd tanzten. Der Feuerwehr sei eine ungehinderte Zufahrt zur Brandstelle verhindert worden. Einsatzleiter und Abschnittskommandant seien in der Folge “aufs Massivste” bedrängt worden. Nachdem die Feuerwehrmänner auch attackiert worden seien, habe man die Polizei gerufen.

Zum Bericht der Freiwilligen Feuerwehr

Polizei zum Vorfall

Wie eine Sprecherin der Landespolizeidirektion gegenüber dem “Paschinger Anzeiger” angibt, sei den Feuerwehrleuten beim Einsatz auf die Pelle gerückt worden, es seien aber keine Straftatbestände verwirklich worden. Es sei korrekt, dass die Polizei zur Unterstützung ausgerückt sei, es sei aber nichts passiert. Die LPD veröffentlichte dann wenig später eine Stellungnahme:

Am 27. Dezember 2023 um 22:43 Uhr wurden mehrere Polizeistreifen von der Feuerwehr zur Unterstützung bei einem Löscheinsatz in Steyregg ersucht:
Insgesamt 31 Einsatzkräfte der FF Steyregg und der FF Lachstatt löschten den Brand eines Containers bei einer Asylunterkunft. Dieser stand im Freien und war mit Hausmüll/Abfall befüllt.
Sämtliche Asylwerber befanden sich beim Eintreffen der Polizei bereits im Inneren der Asylunterkunft. Der Einsatzleiter der Freiwilligen Feuerwehr (FF) gab an, dass sich bei der Zufahrt zur Brandstelle ca. 30 Asylwerber auf der Fahrbahn/Parkplatz der Asylunterkunft befunden haben. Die FF sei nicht behindert worden und habe umgehend Löschmaßnahmen durchführen können. Jedoch seien einige Asylwerber zwischen den Feuerwehrfahrzeugen herumgelaufen und haben sich in unmittelbarer Nähe zu den Feuerwehrleuten aufgehalten. Deshalb sei die Anzeige erstattet worden.
Eine konkrete Bedrohung konnte nicht festgestellt werden.
Ob der Brand durch vorsätzliche Einbringung einer Zündquelle von außen, oder durch Selbstentzündung des Mülls (eventuell Batterien oder Asche, Zigarettenstummeln etc.) entstanden ist, konnte nicht erhoben werden. Ebenso muss ein allenfalls entstandener Sachschaden noch ermittelt werden. Diesbezüglich laufen weiterführende Ermittlungen.

Quelle: LPD OÖ

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