Kirchberg-Thening

Kirchberg-Thening: Premiere für Konzept der “Schulstraße”

Die Gemeinde Kirchberg-Thening erwirkte auf der an der Volksschule vorbeiführenden Pfarrgasse über die Bezirkshauptmannschaft eine sogenannte „Schulstraße“. Auf der gesetzlichen Grundlage der StVO ist damit der Fahrzeugverkehr verboten, Ausnahmen bilden etwa Krankentransporte, Schülertransporte, Feuerwehr und Müllabfuhr. Ebenfalls erlaubt ist der Anrainerverkehr, wie Kirchberg-Thenings Bürgermeister, Peter Michael Breitenauer (SPÖ), auf Anfrage dem „Paschinger Anzeiger“ mitteilt.

Eltern fuhren oft bis zur Eingangstüre

Als konkreten Anlass für die Umsetzung einer Schulstraße nennt das Ortsoberhaupt einen Vorstoß des Elternvereins, der – speziell zu Schulbeginn – von chaotischen Verkehrsverhältnissen berichtet habe. Auch sei die Sicherheit der Kinder nicht immer gegeben, wenn Eltern bis zur Eingangstüre fahren würden, um ihre Kinder aussteigen zu lassen, führt Breitenauer ins Treffen. Auch zu diesem Aspekt hat die Gemeinde Kirchberg-Thening Vorsorge getroffen, konkret wurden Elternhaltestellen errichtet, damit nicht mehr bis zum letzten Meter gefahren werden muss. Der SPÖ-Politiker verweist in diesem Zusammenhang auch auf positive gesundheitliche Aspekte, die mit dieser Maßnahme einhergehen würden.

Präsenz am ersten Tag

Die Premiere für die neue, zeitlich auf den Schulbetrieb begrenzte, Schulstraße verlief am Montag, zu Schulbeginn, jedenfalls reibungslos und erfolgreich. „Es hat heute relativ gut funktioniert, im Vorfeld hatten wir auch Support von der Polizei. Die Autofahrer, die zufahren wollten, wurden darauf hingewiesen, dass dies nicht möglich ist.“ Breitenauer ergänzt, dass es dabei nicht um Strafen, sondern vielmehr um ein Ersichtlich machen gleich am ersten Tag ging. „Der Aspekt des Kindeswohls steht hier ganz oben, ich denke, dass das eine ganz gute Sache ist und hoffe, dass sich die Schulstraße auch so bewähren wird.“

Ein “role model” auch für andere Gemeinden?

Die Umsetzung des Konzepts einer Schulstraße in Kirchberg-Thening könnte durchaus Vorbildfunktion auch für andere Gemeinden entfalten, der Bedarf wird auch an anderen Standorten im Bezirk gegeben sein. Mit den, freilich erst langfristig zu beurteilenden, Erfahrungen aus Kirchberg-Thening könnte hier ein interessanter Anstoß gegeben worden sein.

Foto: Paschinger Anzeiger

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